Zwischenbericht Dezember 2017

Entscheidende Weichen sind gestellt

In den letzten Wochen und Monaten hat die Kirchengemeinde entscheidende Weichenstellungen für den Neubau des Gemeindehauses eingeleitet.

In zwei öffentlichen Sitzungen hat der Gebäudeausschuss unter der Leitung von Wolfgang Ding einvernehmlich das weitere Vorgehen abgestimmt. Zuvor fanden Gespräche mit den Vertretern des EOK (Evangelischen Oberkirchenrats Karlsruhe), der prokiba (Gesellschaft für Projektentwicklung und Projektsteuerung für kirchliches Bauen in Baden mbH), der Leitung des VSA (Verwaltungs- und Serviceamt des Kirchenbezirks Ladenburg-Weinheim) und der Gemeindeverwaltung statt.

In der Gemeindeversammlung, in der auch der Leiter Kirchenbau des EOK, Jürgen Schlechtendahl, anwesend war, wurden die Gemeindemitglieder nochmals ausführlich über die einzelnen Maßnahmen informiert. Wolfgang Ding erläuterte kurz die Entwicklung der Gebäudesituation der letzten Jahrzehnte, die letztendlich zu der aktuellen Situation geführt hat. Mit dem angestrebten Neubau sollen die Kirche sowie das neue Gemeindehaus wieder in den Mittelpunkt des Gemeindelebens gestellt werden.

Die politische Gemeinde hat der Kirchengemeinde dazu ein unmittelbares Nachbargrundstück mit 1.231 Quadratmetern in Erbpacht zur Verfügung gestellt. Das Grundstück ist derzeit noch mit dem ehemaligen Konfirmandensaal, dem heutigen Kälble-Heim, und einer Scheune bebaut. Sobald die Karnevalsgesellschaft Edinger Kälble in ihr neues Domizil beim Freizeit- und Sportzentrum umgezogen ist, kann mit den Abbrucharbeiten begonnen und die Voraussetzungen für die Bebauung des Grundstücks geschaffen werden. Die Zeit bis dahin wird die Kirchengemeinde nutzen, die Planungen und Genehmigungen für das neue Gemeindehaus vorzubereiten.

Der Zeitplan für die Realisierung des neuen Gemeindehauses ist mit allen Beteiligten abgestimmt worden und wird in dieser Ausgabe veröffentlicht. Der Bezirkskirchenrat mit Dekanin Monika Lehmann-Etzelmüller hat sich zudem in seiner Sitzung am 19.10.2017 in Edingen ausführlich über das Vorhaben informieren lassen.

Mit der politischen Gemeinde wird derzeit der Erbpachtvertrag vorbereitet; dazu sind noch einige grundbuchrechtlichen Formalien zu erfüllen, die den Vertragsabschluss bisher noch verzögert haben. Bereits im September hat der Kirchengemeinderat mit Zustimmung des EOK die prokiba in Karlsruhe mit der Projektbegleitung beauftragt. Es ist vorgesehen, in einem vereinfachten Wettbewerbsverfahren sechs Architekturbüros zu beauftragen, Vorschläge für ein neues Gemeindehaus auszuarbeiten. Die Ausschreibung dieser Auslobung soll bis Ende des Jahres fertig werden, sodass im nächsten Jahr der Wettbewerb abgeschlossen werden kann und die noch zu bildende Jury, be- stehend aus Vertretern des EOK,der Kirchengemeinde und Fachjuroren, einen Siegerentwurf vorstellen können. Die eingegangenen Entwürfe werden selbstverständlich auch der Kirchengemeinde in einer öffentlichen Versammlung vorgestellt und erläutert. Anschließend kann die Beauftragung der konkreten Planung mit Baugenehmigung erfolgen.

Die Mitglieder des Gebäudeausschusses sind derzeit dabei, die Wunschvorstellungen und Vorgaben der Kirchengemeinde zusammen zustellen. Aufgrund der Gemeindestruktur mit knapp 2.400 Gemeindegliedern steht der Kirchengemeinde nach den Gemeindehausrichtlinien des EOK eine Netto-Nutzfläche von ca. 342 m² für das Gemeindehaus und zusätzlich ca. 40 Quadratmetern für Pfarrbüro zu. In diesem Rahmen müssen sich die Vorstellungen bewegen. Insgesamt wird mit einem Finanzierungsvolumen von ca. 1,7 bis 1,8 Mio. Euro gerechnet.

Zusammengefasst brachten die Anregungen, Diskussionen und Vorschläge aus der Sitzung des Gebäudeausschusses vom 12.10.2017 folgendes Ergebnis:

  • Großer Saal für ca. 150 – 200 Personen, unterteilbar, akustisch gut ausgestattet für den Posaunenchor und die Kirchenchöre.
  • Zwei bis drei Gruppenräume, multifunktional auch als Konferenzraum und Besprechungsraum nutzbar.
  • Jugendraum, der ausschließlich für Jugendzwecke genutzt werden soll.
  • Küche, zum Kochen und für die Bewirtung bei Veranstaltungen.
  • Lagerflächen und Stauraum für
    • Notenschränke für den Posaunen- und Kirchenchor,
    • Tische, Bänke, Zelte etc.,
    • Reinigungsgeräte und Materialien.

Das neue Gemeindehaus soll barrierefrei mit zeitgemäßer sowie energetischer Technik und Ausstattung versehen sein. Die Gemeinde geht daher von einem eingeschossigen Bau aus.

Die Erschließung des Grundstücks erfolgt über die St.-Martin-Straße. Stellplätze sind nach den geltenden Vorschriften zu berücksichtigen. Überdachte Fahrradabstellplätze in unmittelbarer Nähe von Kirche und Gemeindehaus sollen bei der Planung des Außengeländes in angemessenem Rahmen berücksichtigt werden.

Die Anbindung des neuen Gemeindehauses mit der unter Denkmalschutz stehenden Kirche soll berücksichtigt werden, ebenso,
dass künftige Gemeindefeste im Außenbereich zwischen Kirche und Gemeindehaus stattfinden können.

Dazu soll eine Öffnung zum Außengelände möglich sein, weiterhin sollten die Lager-/Stauräume auch von außen zugänglich sein.
In den nächsten Wochen werden Gemeindehäuser, die in den letzten Jahren neu gebaut worden, sind besichtigt. Man will dabei Anregungen und Ideen sammeln sowie sich über die dort gemachten Erfahrungen mit den Nutzern austauschen.

Gerne können alle am neuen Gemeindehaus interessierten Gemeindeglieder an den Gebäudeausschussvorsitzenden Wolfgang Ding Vorschläge und Anregungen richten Über den aktuellen Stand des Verfahrens werden wir regelmäßig in den Gemeindeversammlungen und hier im „Gemeinde-Bote“ der Kirchengemeinde informieren. Weiterhin soll eine eigene Website des Gebäudeausschusses eingerichtet werden, auf der alle aktuellen Informationen eingesehen werden können.

Wolfgang Ding