Ergebnisse des Architektenwettbewerbs

Arbeit 1002 – 1. Rang | Kessler De Jonge Architekten und Partner, Heidelberg

Die Verfasser schlagen eine pavillonartige Auflösung des Raumprogramms in drei Gebäudevolumen vor, die über eine zentral verlaufende Erschließungszone verbunden werden. Die Baukörper sind städtebaulich geschickt in die Bestandssituation eingebettet und nehmen in selbstverständlicher Art und Weise Bezug zum nordwestlich angrenzenden Kirchgarten. Von hier aus erfolgt folgerichtig auch der Hauptzugang. Begleitet wird diese Zugangssituation durch die vorhandene Sandsteinmauer sowie differenzierte Raumübergänge mittels Vordachzonen. Kritisch gesehen wird hingegen die Weiterführung der offenen Foyerzone bis an die Fassade des südöstlichen Grenzbereichs.

Die Räume des Gemeindehauses sind funktional und effizient angeordnet und lassen zusammen mit dem gut proportionierten Foyer eine hohe Aufenthaltsqualität erwarten. Insgesamt bildet die Grundrissanordnung mit klar zugeordneten Funktionsbereichen die herausragende Qualität dieser Arbeit. Die geschickte Zuordnung der Gebäudefunktionen zu den angrenzenden Außenbereichen stärken die beschriebenen Innenraumqualitäten. Dagegen kann die vorgeschlagene äußere Erscheinung des Gemeindehauses die Jury nicht überzeugen. Die starke Gliederung der Baumasse in einzelne Gebäudevolumen erscheint in Anbetracht der Umgebungsbebauung und dem ohnehin geringen Raumprogramm nicht sinnvoll. Sowohl Auslober als auch Jury erwarten hier eine ruhigere und der Bauaufgabe angemessene architektonische Handschrift. Auch gilt es zu prüfen, wie eine direkte Verbindung des nordöstlich gelegenen und dem Gemeindesaal zugeordneten Außenbereiches zum Kirchgarten geschaffen werden kann.

Trotz dieser Schwächen, stellt die Arbeit einen hervorragenden Beitrag zur gestellten Aufgabe dar und überzeugt insbesondere durch die hohen Grundrissqualitäten.

Arbeit 1005 – 2. Rang | motorplan Architektur + Stadtplanung, Mannheim

Die Verfasser der Arbeit 1005 treffen mit ihrer Leitidee „Alles unter einem Dach“ eine sehr gut nachvollziehbare Grundentscheidung für diesen sehr heterogenen Ort.

Die Zugangssituation vom Kirchgarten her überzeugt in gleicher Weise wie die Lage des Gemeindesaales.

Die langgestreckte Form des Gebäudevolumens bedingt jedoch einen langen Erschließungsbereich der als Foyer nicht ganz zu überzeugen weiß. Auch die Proportion des Saales hat vor allem unter Zuschaltung des Gruppenraums ein Längen-Breiten-Verhältnis, das nicht gut nutzbar ist.

Sehr gut gelöst sind jedoch wiederum die Parkierung und die Zugänglichkeit des Pfarrbüros bzw. des Jugendraums, sowie die Lage des „Jugendgartens“, der geschützt und trotzdem gut erreichbar liegt.

Der Holzbau mit Glasfaserbetontafeln verkleidet überzeugt vor allem innen.

Die Ausbildung der Fassaden und die gezeigte Schattenwirkung widersprechen jedoch dem Konzept des einheitlichen monolithischen Baukörpers.

Insgesamt bieten die Verfasser einen sehr guten Lösungsansatz für die Aufgabenstellung. Dieser weist jedoch bezüglich der Abstandsflächen im Süden und bezüglich der Proportionierung des Foyers und des Gesamtsaales Defizite auf.

Arbeit 1001 – 2. Rundgang | Eichinger + Schöchlin Partnerschaft mbB Freie Architekten, Waghäusel

Die Kirche soll ins Dorf zurückkommen, so lautet das Credo der Verfasser.

Der Platz neben und hinter der Kirche wird als einheitlicher öffentlicher Raum aufgefasst, der die Hauptstraße aufweiten soll. Mit einer Klammer aus einem Baumkaree und einem gut proportionierten Gemeindehaus wird dies auch gut umgesetzt.

Die Verteilung des Raumprogramms ist richtig und erfüllt den Wunsch nach dem Bezug des Saals zur Kirche. Für die kleineren Gruppenräume wird ein gut nutzbarer Freiraum angeboten. Nicht überzeugen können die unzureichend ausformulierten Eingangsbereiche des Gemeindehauses und des Pfarramtes. Beide entsprechen nicht dem öffentlichen Charakter des Hauses. Kritisch wird auch der lange Erschließungsflur gesehen, der bei der gewählten Bauform aber zwangsläufig ist.

Arbeit 1003 – 2. Rundgang | Architekturbüro Thomas Jarmer, Ladenburg

Die Verfasser nehmen die kleinteilige Struktur der Umgebung auf. Zwei flache Baukörper und das einer Tabakscheune anmutende Saalgebäude werden über eine gemeinsame Erschließungsfläche zusammen gebunden. Der L-förmige Grundriss des Ensembles bildet eine Begrenzung des Areals Kirchhof, Kindergarten und Gemeindehaus.

Die einzelnen Funktionsbereiche Gemeindesaal, Jugendraum und Pfarramt sind so angeordnet, dass die Bereiche separat genutzt werden können. Dies wird durch 3 Zugänge unterstützt. Hier stellt sich jedoch die Frage, ob dies erforderlich ist.

Der Saal orientiert sich zu einem Vorplatz, der direkt in den Kirchgarten übergeht, was positiv bewertet wird. Im Saal soll ein Eckbereich als Gruppenraum abgetrennt werden. Dies wird kritisch gesehen, da, dies zum offenen Satteldach hin schwer realisierbar ist. Auch wird das große Raumvolumen des Saals aus energetischer Sicht eher negativ bewertet.

Die Kombination des scheunenartigen Gebäudeteils und der flachen Gebäudeteile hat die Jury nicht überzeugt. Lobend erwähnt werden sollte, dass die bestehenden Bäume auf dem Grundstück erhalten werden.

Arbeit 1004 – 2. Rundgang | Kamm Architekten BDA, Stuttgart

Die Arbeit überzeugt durch ein sehr gut in das Grundstück eingefügtes differenziertes Volumen und dessen wohltuend ausformulierte äußere Gestaltung. Bedenkenswert ist die Anordnung des Haupteingangs an der St. Martin-Straße, direkt angebunden an den öffentlichen Straßenraum.

Nicht zu überzeugen vermögen hingegen die Resträume, die um den winkelförmigen Bau entstehen. Auch im Inneren sind der Jugendraum zu schmal und das Foyer zu groß ausgefallen. Die Ausrichtung des Gemeindesaals zur südöstlich zu erwartenden Wohnbebauung birgt zudem ein erhebliches Konfliktpotenzial zwischen Musikproben und privatem Ruhebedürfnis.

Arbeit 1006 – 1. Rundgang | AAG freie Architekten GmbH, Heidelberg

Die Verfasser haben den gesamten Bestand erhalten und die Gemeinderäume sowie das Pfarramt darin angeordnet. Die Planung ist mit viel Respekt für die historische Bausubstanz ausgearbeitet.

Dieser Ansatz wird gelobt.

Die geforderten Räume können alle im Bestand untergebracht werden. Es entsteht jedoch auch sehr viel Überfläche, was die Kirchengemeinde künftig zu sehr belasten würde.

Zudem ist der Abriss des bestehenden Gebäudes bereits durch die Kommune festgelegt.

Protokoll der Jurysitzung

Dokumentiert ist der Auswahlprozess im Protokoll der Jurysitzung am 19.07.2018.

Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten

Am Sonntag, 22. Juli 2018, 11 Uhr, werden im Bürgersaal im Rathaus Edingen die Wettbewerbsarbeiten mit Modellen zum Neubau des Gemeindehauses öffentlich ausgestellt. Bei der Eröffnung sind Vertreter der Büros und des EOK anwesend und stehen für Fragen und Erläuterungen zur Verfügung.

Die Ausstellung kann auch vom 23.7. bis 3.8.2018 während der üblichen Öffnungszeiten des Rathauses, werktags (Montag bis Freitag 10 bis 12 Uhr, und Donnerstag 14 bis 18 Uhr) besichtigt werden.

Zwischenbericht Februar 2018

Was gibt’s Neues zum Neubau des Gemeindehauses?

Seit der letzten Ausgabe des „Gemeinde-Bote“ hat sich wieder einiges getan. So fand am 04.12.2017 das Auftaktgespräch zur Vorbereitung der Mehrfachbeauftragung mit der für Edingen zuständigen Architektin des Oberkirchenrats (EOK) Beate Malslam und der zuständigen Projektleiterin von Prokiba, Architektin Rafidi-Schaub statt. Die politische Gemeinde war durch den Leiter des Bauamtes Horst Göhrig vertreten und von der Kirchengemeinde nahmen Wolfgang Ding, Gisela Graß und Hermann Graß teil.

Neben den formellen Verfahrensfragen und der Zusammenstellung der Auslobungsunterlagen wurden vor allem die weiteren Termine abgesprochen. Demnach sollen die Auslobungsunterlagen noch im März an die teilnehmen Büros versandt werden. Im April wollen sich die Vertreter von EOK, Kirchengemeinde, politischer Gemeinde und Fachleute zu einer Absprache treffen. Der EOK wird insgesamt 6 Büros beauftragen Entwürfe für ein Gemeindehaus vorzulegen. Die Büros werden dann im Mai Gelegenheit erhalten Rückfragen zu stellen und sich vor Ort kundig zu machen. Im Juli soll dann eine Entscheidung für einen der Entwürfe getroffen werden.

Die Entwürfe und das Ergebnis des Wettbewerbs (der Mehrfachbeauftragung) werden der Öffentlichkeit vorgestellt.

Unabhängig davon wird derzeit die Grundstücksfrage geklärt. Nachdem der ursprünglich vorgesehene Erbbaurechtsvertrag nicht vollzogen werden kann, weil nicht alle Grundstückseigentümer der Löschung der real überhaupt nicht mehr vorhandenen Belastung mit dem früheren Fensterrecht zugestimmt haben, hat die Kirchengemeinde den Kauf des Grundstücks von der politischen Gemeinde, zu den im Erbbaurechtsvertrag vereinbarten Bedingen, beantragt. Der Gemeinderat wird darüber in den nächsten Wochen entscheiden. Die Finanzierung für den Kauf ist zwar gesichert, doch wird die zusätzliche Investition für das Grundstück natürlich bei den Finanzierungsmitteln für den Bau fehlen, so dass mit erhöhten Kreditaufwendungen zu rechnen ist.

Anfang Februar fanden schon die Vermessungsarbeiten statt und die Bestandspläne für den Planungswettbewerb wurden erstellt. Weiterhin wird der Gebäudeausschuss im März das neue Gemeindehaus in Neulussheim besichtigen um sich dort Ideen und Anregungen zu holen.

Die Gemeinde wird in der Gemeindeversammlung, die für Donnerstag, den 26. April 2018 vorgesehen ist, über den dann aktuellen Sachstand informiert.

Zusätzlich hat Maximilian Bauer extra eine Website evang-gemeindehaus-edingen.de eingerichtet über die alle Informationen zum Neubau des Gemeindehauses abgerufen werden können.

Wolfgang Ding

Zwischenbericht Juni 2017

Liegenschafts- und Gebäudekonzept

Was geschah bisher

Regelmäßig ist in den letzten zehn Jahren im „Gemeinde-Bote“ der Evangelischen Kirchengemeinde bei den Berichten über die Arbeit des Kirchengemeinderats und aus der Gemeindeversammlung neben den allgemeinen Berichten aus der Kirchengemeinde über die Entwicklung und den jeweiligen Stand des Liegenschaftskonzepts berichtet worden. Heute soll in einer Zusammenfassung einfach nochmal gezeigt werden, was bisher geschah und wie es weitergehen sollte.

Begonnen hat alles mit der Erkenntnis eines großen Instandhaltungs- Sanierungsbedarfs der vorhandenen kirchengemeindeeigenen Gebäuden sowie der Teilnahme 2010 am Haushaltssicherungskonzept der Landeskirche aufgrund der defizitären Haushaltslage.
Wichtige Erkenntnisse und eine entscheidende Grundlage bildete die in den Jahren 2011 erstellte Machbarkeitsstudie von prokiba, Gesellschaft für Projektentwicklung und Projektsteuerung für kirchliches Bauen in Baden, Diese Studie, in der Gemeindeversammlung am 25.03.2012 der Gemeinde sowie Öffentlichkeit vorgestellt, zeigte unabhängig der akuten Schadensereignissen an den Gebäuden im Amselweg mit dem Wassereinfall und der Schimmelbildung den dringenden Handlungsbedarf.

Zahlreiche Diskussionen und Beratungen im Kirchengemeinderat, den Gemeindeversammlungen und dem zusätzlich gebildeten Strukturbeirat führten letztendlich schon 2013 zu folgenden eindeutigen Ergebnissen:

  • Mittelpunkt des Gemeindelebens soll das Kirchengelände mit der Kirche sein, dort in unmittelbarer Nähe sollen auch neue Gemeinderäume entstehen
  • Aufgabe des Gebäudebestandes im Amselweg und in der Anna-Bender-Straße
  • Übernahme der Betriebsträgerschaft der Kinderbetreuungseinrichtungen (Martin-Luther- und Melanchthon-Kindergarten) im Gebäudebestand der politischen Gemeinde

Die Erkenntnis war zwar dar, zur Umsetzung bedurfte es jedoch noch viel Arbeit. Die Verantwortlichen in der Kirchengemeinde mit dem Kirchengemeinderat, Strukturbeirat und Gebäudeausschuss hatten es nicht leicht. Alle Beteiligten angefangen mit den Gemeindemitgliedern und deren gewählten Vertretern, der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau, der politischen Gemeinde und den Vertretern der Landeskirche mussten bei allen unterschiedlichen Schwerpunkten und Interessen zu einem von allen getragenem Ergebnis kommen. Auch wenn nicht immer alles so gelaufen ist, wie man sich das vorgestellt und gewünscht hat, ist nach vielen zähen, manchmal ergebnislosen, häufig erfreulich konstruktiven Gesprächen und Verhandlungen ein weit- und richtungsweisendes Vertragswerk zustande gekommen.

Um Verständnis zu werben für diese in der Kirchengemeinde nicht immer transparent nachvollziehbaren Geschehnisse soll versucht werden, die Komplexität der Gesamtsituation für diese Beschlüsse und Verträge aufzuzeigen:

  • Für das neue Kindergartengelände des Martin-Luther- Kindergartens musste die politische Gemeinde mit der Evangelischen Stiftung Schönau einen flächengleichen Tauschvertrag mit einem zugunsten der Kirchengemeinde belasteten Vorkaufsrecht, Weiterhin musste die politische Gemeinde eine zusätzliche Fläche von der Evang. Stiftung Pflege Schönau erwerben, damit auf dem neuen Kindergartengelände eine 6-gruppige Kindergarteneinrichtung errichtet werden kann.
  • Die Evang. Stiftung Pflege Schönau brauchte eine Zusicherung der politischen Gemeinde, dass die bisher im Bebauungsplan als Gemeinbedarfsfläche vorgehaltene zukünftig als Wohnbaufläche ausgewiesen wird. Dazu bedarf es einer Teiländerung des Bebauungsplans.
  • Die Kirchengemeinde musste für ihr Ziel, unmittelbar bei der Kirche ihr neues Gemeindezentrum zu verwirklichen, die finanziellen Grundlagen schaffen. Dazu mussten die kircheneigenen Gebäuden am Amselweg verkauft werden. Der Verkauf an die Evang. Stiftung Pflege Schönau sowie der Verkauf des Gemeindehauses in der Anna-Bender-Straße an die politische Gemeinde machte aber nur Sinn, wenn gleichzeitig die Voraussetzung für das neue Gemeindezentrum bei der Kirche umgesetzt werden kann.
  • Die ursprünglich mal angedachte Realisierung eines Gemeindezentrum zwischen der Kirche und dem „ehemaligen Leichenhäuschen“ bzw. dem Anwesen Koch konnte aus städtebaulichen Gründen nicht zum tragen kommen. Somit musste der Kirchengemeinde eine Fläche der politischen Gemeinde in unmittelbarer Nähe der Kirche zur Verfügung gestellt werden.
  • Dies ist erreicht worden. Die Kirchengemeinde kann ihr Gemeindezentrum hinter der Kirche auf einem noch zu vermessendem Teilgrundstück von ca. 1200 qm auf dem heute noch das „Kälbleheim“ steht verwirklichen. Das Grundstück wird von der politischen Gemeinde mit einem dann noch abzuschließendem Erbpachtvertrag der Kirchengemeinde zur Verfügung gestellt.
  • Vorher ist es wiederum erforderlich, dass das die Karnevalsgesellschaft Edinger Kälble ihr Vereinsdomizil aufgibt und in den Bereich des Sport- und Freizeitzentrums, ehemaliges Brieftaubenzuchtgelände umzieht. Die erforderlichen schriftlichen Vereinbarungen, Kündigungen, Entschädigungen und Zuschussfragen müssen noch geklärt werden.

Allein aus diesen Ausführungen ist ersichtlich, wie kompliziert und komplex sich das ganze Verfahren entwickelt hat und immer noch lange nicht abgeschlossen sein wird. Betrachtet man die ersten Beschlüsse und Gespräche aus dem Jahre 2010, so kann festgestellt werden: Es hat sich viel getan. Die Kirchengemeinde ist auf einem guten zukunftsweisenden Weg. Dieser Weg war bisher nicht einfach und wird es auch in den nächsten Jahren nicht sein. Die Veränderungen und die Überbrückungszeit erfordern viele Opfer und Verständnis von allen Beteiligten.
Die Vertreter der Kirchengemeinde haben mit dem Kirchengemeinderat und den sie unterstützenden Gruppen, von denen vor allem der Strukturbeirat mit seinem Sprecher Jürgen Ding zu erwähnen ist, ein verantwortungsbewusstes Handeln gezeigt. Natürlich ist manche Entscheidungen auf Unverständnis oder gar Ablehnung gestoßen, die Entscheidungsprozesse waren oft wenig transparent und manchmal vielleicht auf für Außenstehende verwirrend. Doch im Ergebnis ist die Kirchengemeinde viel weiter, als es in der Öffentlichkeit bekannt ist, wenn es auch bis zur Schaffung des neuen Gemeindezentrums noch ein weiter Weg ist. Die Grundlagen sind aber geschaffen und es sind gute Grundlagen. Nun liegt es an uns allen Kirchengemeindegliedern was wir daraus machen.

Wie geht’s weiter mit dem neuen Gemeindezentrum

Die Grundlagen für das weitere Vorgehen bilden die abgeschlossene Verträge und Beschlüsse, deren Umsetzung wie aufgezeigt aber von mehreren Faktoren abhängig ist. z..B. können Kälble erst umziehen, wenn sie ihre vertragliche Situation mit der politischen Gemeinde geklärt haben.

Das gesamte Projekt eines neuen Gemeindezentrums muss mit dem von der Landessynode der Badischen Landeskirche beschlossenen Liegenschaftsprojekt abgestimmt werden.

Das Liegenschaftsprojekt der Landeskirche hat das Ziel, die finanzielle Belastung der Kirchengemeinden durch zu hohe und teilweise veraltete Gebäudebestände zu reduzieren. Dazu sollen die Kirchenbezirke einen Gebäudemasterplan erstellen. Im Gebäudemasterplan sind alle Gebäude eines Kirchenbezirks enthalten (Kirchen, Pfarrhäuser, Gemeindehäuser und sonstige Gebäude der Kirchengemeinden wie Kindertagestätten u.ä,). Derzeit läuft dieses Projekt im Kirchenbezirk Weinheim-Ladenburg und somit auch für Edingen-Neckarhausen. Da die Evangelische Kirchengemeinde Edingen hier in den letzten Jahren weitreichende Entscheidungen getroffen hat und sich von den alten Gebäuden bereits getrennt hat, ist schon ein entscheidender großer Schritt für ein neues Gemeindezentrum auch entsprechend den Vorgaben der Landeskirche getan. Nun gilt es zielorientiert und zukunftsträchtig die weiteren Schritte zu tun.

Weiterhin sollen regelmäßige Veröffentlichungen und Sachstandsberichte hier im Gemeinde-Bote, dem Newsletter der Evang. Kirchengemeinde und der Gemeindeversammlung erfolgen.

In den nächsten Monaten ist eine außerordentliche Gemeindeversammlung nur zum Thema „künftiges Gemeindezentrum“ vorgesehen, bei der die Kirchengemeindemitglieder nochmals ausführlich über die bisherigen Beschlüsse und Verträge sowie über das weitere Vorgehen informiert werden. Weiterhin ist eine umfassende Information über das Landeskirchliche Liegenschaftsprojekt im Kirchenbezirk Ladenburg – Weinheim und die möglichen Auswirkungen auf unsere Kirchengemeinde vorgesehen. Dazu sollen eigens dafür zuständige externe Berater und Projektbegleiter eingeladen werden.

In einem nächsten Schritt danach muss sich dann die Kirchengemeinde konkret mit der Planung des künftigen Gemeindezentrums befassen. Dabei sollen alle Gruppen, Chöre und interessierte Gemeindeglieder beteiligt und einbezogen werden. Es ist vorgesehen, dass diese Phase von einem erfahrenen Projektentwickler begleitet wird, der ähnliche Maßnahmen bereits umgesetzt hat und die rechtlichen Vorgaben wie Rahmenbedingungen der Landeskirche, Finanzierung- und Fördervorgaben, Architektenwettbewerbe etc . kennt. Also gilt es in den nächsten Monaten einen solchen Projektentwickler zu finden und zu beauftragen.

Ziel sollte es sein, die Planungen soweit voranzutreiben, dass die erforderlichen Zustimmungen des Bezirkskirchenrats und der Landeskirche zu dem Bauvorhaben einschließlich der Finanzierung und Förderung vorliegend, wenn in ein bis zwei Jahren das Gelände für das neue Gemeindezentrum dann hoffentlich zur Bebauung frei ist und zur Verfügung steht.

Wolfgang Ding
Juni 2017